Baltic Cup 2025 – Regattasegeln zwischen Wettbewerb, Gemeinschaft und Ostsee-Erlebnis
- Maddi

- vor 22 Stunden
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Der Baltic Cup 2025 hat sich seit seiner ersten Austragung im Jahr 2003 als feste Größe im Ostsee-Regattakalender etabliert. Veranstaltet vom Vercharterer PCO, richtet sich diese Regatta ausdrücklich an Chartercrews und verbindet sportlichen Wettbewerb mit Spaß, Gemeinschaft und Urlaubsatmosphäre. Gerade diese Mischung macht den Baltic Cup besonders: Auch weniger regattaerfahrene Crews erhalten hier die Möglichkeit, unter realistischen, aber fairen Bedingungen Regattaluft zu schnuppern.
Die Regatta wird traditionell in fünf Etappen mit wechselnden Zielhäfen ausgetragen. Pro Tag werden eine bis zwei Wettfahrten gesegelt, wobei jeweils zwischen 20 und 35 Seemeilen zurückgelegt werden. Die Teilnehmerzahl ist bewusst begrenzt: Maximal 20 bis 25 Yachten gehen an den Start, abhängig von der Gesamtzahl der teilnehmenden Personen. Voraussetzung sind mindestens drei Personen pro Yacht. Dieses Konzept sorgt für überschaubare Felder, gute Organisation und eine familiäre Atmosphäre an Land wie auf dem Wasser. Der nächste Baltic Cup ist bereits für 2027 geplant.
Unsere Teilnahme am Baltic Cup 2025
Wir haben 2025 mit SY KIM, einer Dehler 38 SQ und einer 4er-Crew an dieser Regatta teilgenommen. An Bord segelten Christian Harten (Skipper), Matthias Kroll (Navigator) sowie Marko Könönen als Rudergänger und Stephan Ulrich als weiteres Crewmitglied.

Der Baltic Cup 2025 bot aus seglerischer Sicht nahezu ideale Bedingungen. Es herrschte durchgehend guter, stabiler Wind, sodass an vier Wettfahrttagen insgesamt sechs Wettfahrten gestartet und auch vollständig zu Ende gesegelt werden konnten. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei Ostseerevieren, in denen Flautenphasen durchaus zum Regattaalltag gehören. In diesem Jahr blieben die sprichwörtlichen „Ententeiche“ aus, was allen Crews konstante und faire Wettbewerbsbedingungen bescherte.
Regattawoche zwischen sportlichem Anspruch und Gemeinschaft
Nach einer kurzen Überfahrt von Flensburg und Sonderborg am Sonntag folgte das offizielle Zusammenkommen aller Crews in Ærøskøbing, wo die Regatta im maritimen Ambiente der Gamle Værft eröffnet wurde.
Am Montag fiel nach längerer Pause endlich wieder der Startschuss zu den ersten Wettfahrten. Crews und Yachten – ein Großteil über PCO gechartert – gingen ambitioniert zu Werke und konnten ihr Können unter Beweis stellen.

Der weitere Verlauf der Woche führte die Flotte unter anderem nach Dyvig, wo am Dienstag das traditionelle „Bergfest“ stattfand, sowie nach Sønderborg, wo die gesamte Flotte geschlossen vor der Klappbrücke wartete und später vor dem Schloss anlegte. Ein eindrucksvolles Bild!



Die letzte Etappe am Donnerstag führte bei perfekten Bedingungen nach Kappeln zur Henningsen & Steckmest Yacht- und Bootswerft. Nach einem zügigen Zieleinlauf folgte die Abschlussfeier mit Siegerehrung und einem weiteren herausragenden Buffet.



Aufgrund der für den Abreisetag angekündigten starken Winde traten viele Crews ihre Heimreise bereits frühzeitig an. Auch wir legten mit dem ersten Büchsenlicht ab und kamen nach einem "heißen Ritt" über die Förde sicher in Flensburg an.
Fazit
Der Baltic Cup 2025 war aus unserer Sicht eine rundum gelungene Regatta: sportlich anspruchsvoll, hervorragend organisiert und geprägt von Fairness, Gemeinschaft und Freude am Segeln. Wir gratulieren nochmals herzlich Skipper Christian Kutsch und seiner Crew, die mit der Delphia 33 „Luna“ den 1. Platz in der Gesamtwertung erreichten.
Für uns war die Teilnahme eine wertvolle Erfahrung, die nicht nur seglerisch, sondern auch im Hinblick auf Teamarbeit und Bordorganisation nachhaltige Impulse gesetzt hat. Wir danken dem Veranstalter PCO sowie allen teilnehmenden Crews und freuen uns bereits jetzt auf ein Wiedersehen beim Baltic Cup 2027.










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